Es fing damit an, daß Bundesrätin Calmy-Rey zuerst die Zusage, zu Singen, zurückzog und es nur noch um Mani Matter-Lesen ging.
Und damit, daß sie dann sogar nicht einmal “live” in der Sendung “Donnschtig Jass” den Mani Matter vom Blatt ablas, sondern die zwei kümmerlichen (vom Blatt abgelesenen!) Sätze vorgängig im Büro aufgenommen wurden:
Calmy-Reys Aufgabe war es, nur den Titel und einen einzigen Satz des Mani Matter-Klassikers «Dene, wo’s guet geit, giengs besser, giengs dene besser, wo’s weniger guet geit» in Berndeutsch (Bärndütsch) vorzutragen bzw. vom Blatt abzulesen.
Und sie meisterte – wie jeder SF-Zuschauer sehen bzw. hören konnte – diese einfache Aufgabe schlechter als man es kaum schlechter “meistern” oder “meisterinnen” (Calmy-Rey ist ja Emanze) hätte können.

Machte sich, die ETH und das Schweizer Fernsehen lächerlich: Bärndütsch-Experte und "Schiedsrichter" Sprachwissenschaftler Prof. Roland Ris. Was für Leute werden an der ETH Professoren?
Die Zuschauer konnten bis zum Ende der Sendung telefonisch gegen Bezahlung von 84 Rp. wetten, ob Calmy-Rey die Aufgabe schafft und die richtig gewettet hatten, nahmen an der Verlosung einer Ferienreise teil bzw. hätten an solch einer Verlosung teilnehmen sollen.
Heraus kommt:
Beim Schweizer Fernsehen gilt bei Wetten offenbar für die Zuschauer, die für 84 Rappen abstimmen dürfen:
Besser so abstimmen, wie die Sendungsleitung das Wettresultat haben will. Denn das führt im De Weck-Fernsehen eher dazu, daß man bei der Auslosung dann auch dabei ist. Gerechtigskeitsempfinden beim SF? Gleich null. Es mutet eher wie DDR-Staatsfernsehen an.
In 20 Minuten erfährt man, warum sich Mani Matter vermutlich gerade einmal im Grabe umgedreht hat.
“Keine Meisterschaft
Schaffte sie es? Nun, einige der 36 Prozent Nein-Sager dürften sich mit Recht um die Telefongebühren von 84 Rappen pro Minute betrogen fühlen (und die Ferienwoche, die unter den richtig tippenden Wettbewerbsteilnehmern verlost wurde). Continue reading →