Was ist ein “Memoradum of Understanding”? fragt die Webplattform Spottlight.ch:
Dieser denglische Sprachschwulst heißt nichts als eine bloße Absichtserklärung. (Wikipedia: “Memorandum of Understanding – kurz MoU- ist ein englischer Begriff, der eine Absichtserklärung unter künftigen Vertragspartnern bezeichnet.”)

Mit Denglisch Mißerfolge kaschieren: Das EDA kommt bei Menschenhandel, Zwangsprostitution, illegale Migration und organisiertem Drogenhandel mit Nigeria einfach nicht weiter (Foto: EDA-Vorsteherin Micheline Calmy-Rey)
Warum schreibt man dann nicht einfach in klarem und vor allen Dingen auch verständlichem Deutsch Absichtserklärung sondern liest in jüngster Zeit permanent von “Memorandum of Understanding“?
Warum ist, wenn es bloß um eine banale und nebenbei bemerkt rechtlich nicht-bindende Absichtserklärung geht, in Medienmitteilungen – z. B. von Bundesbehörden oder auch Unternehmen – neuerdings vielfach in Schleierdeutsch von einem “Memorandum of Understanding” die Rede?
Weil es schön wichtig klingt und so schön schwülstig daherkommt?
Weil es die Leser dieses Begriffs schön verwirrt?
Beides trifft zu aber darüberhinaus geht es häufig nicht nur um Wichtigtuerei und Schwulst, sondern schlichtweg auch um Täuschen und Kaschieren. Nämlich kaschieren der Tatsache, daß nichts erreicht wurde außer einer bloßen Absichtserklärung, die – wie jede Absichtserklärung – eine bloße Absicht ist und damit rechtlich völlig wertlos bzw. nicht im Geringsten bindend ist.
Man könnte natürlich hinsichtlich der Gespräche / Verhandlungen auch mitteilen: Eine Einigung konnte bisher nicht erzielt werden, daher gibt es bisher auch kein Abkommen. Allerdings wurden ein paar Eckpunkte in einer (rechtlich nicht bindenden) Absichtserklärung erfaßt, die beide Parteien unterzeichneten.
Da klingt doch ein in schönstem orwellschen Neusprech daherkommendes, schwülstiges “man habe ein Memorandum of Understanding unterzeichnet” gleich viel besser. Keiner (bzw. fast keiner) versteht wirklich den Inhalt des Satzes und man hat die Wahrheit, daß noch nichts erreicht werden konnte, schön verschleiert.
Jeder denkt: Wunder, was da erreicht wurde, die haben ein “Memorandum of Understanding” unterzeichnet.
Schwulst- und Schleierdeutsch beim EDA
Aktuell bekommen des Bundesamt für Migration und das EDA (Eidg. Department für Äußere Angelegenheiten) die organisierte Drogenkriminalität, die illegale Einwanderung, den Menschenhandel und die Zwangsprostitution, die über Nigeria in die Schweiz kommt, nicht in den Griff.
Ewig wird mit Nigeria verhandelt, Erfolge gibt es sogut wie gar keine. im Gegenteil.
Also wird schwulstig von einem Erfolg geschwafelt. Man habe ein “Memorandum of understanding” mit Nigeria unterzeichnet. Klingt nach “man versteht sich” (understanding) und klingt insbesondere auch nach was Verbindlichem (unterzeichnet), nämlich danach, man habe einen verbindlichen Vertrag abgeschlossen.
on Jul 11th, 2011 at 08:15
Jetzt, natürlich vor Wahlen, will die nun plötzlich aus ihrem Dumpfbackenschlaf aufgewacht sein, und kritisiert die nette EU.
Und sofort geifert die Mainstreamkloake von grosser Diplomatie.
Dank dem Porzellannaden-Trampeltier ( o.K das Duschdorissli und die Bündner Dauerlügnerin haben neben den weiteren harmonieclique-Versager das Image der Schweiz auf Bananenrepublik -Niveau ruiniert, da wird der neuerlicher Anfall des Grins-und Versagergrosis nicht einmal mehr für ein müdes Lächeln sorgen